
Bayern-Glück 11.06.92 - 4 Teilnehmer
- Paulaner Original Münchner Hell
Der Einsteiger wurde als mild und sehr süffig deklariert. Fehlende Würze und eine Anti-Kopfschmerz-Vermutung sorgten schließlich für die Gesamtnote 10,67 (gut). Das als erstes verköstigte Bier hat allerdings oft gute Karten an einem heißen Spätfrühlingsnachmittag.
- Paulaner Urtyp 1634 Export
Noch besser schnitt der Nachfolger aus gleichem Hause ab. Es wurden Vergleiche zu Pilssorten aus Ruhrgebiet und Sauerland angestellt: die bayerische Variante ist nur wesentlich würziger. Gesamtnote 11,00 (gut)
- Das Bier vom Königssee Export
Das Bier mit dem Label von der weltberühmten Sehenswürdigkeit wurde durchweg als mild mit herbem Nachgeschmack bewertet. Gesamtnote: 8,00 (befriedigend)
- Hofbräuhaus Berchtesgarden Pils
Für ein Pils fehlt hier jeder herbe Geschmack; der fade Geschmack wurde mit Dinkelacker verglichen. Zum Pilsbrauen ist Bayern offensichtlich der verkehrte Platz. Gesamtnote: 4,33 (ausreichend -)
- Original Oettinger Pils
Dieses grausige Bier (Pennerglück) mit DDR-Aussehen fand keine Freunde unter den Probanden. Gesamtnote 2,00 (mangelhaft)
- Löwenbräu Münchner Hell
Etwas besser schnitt dann der nächste Aspirant ab: es wurden keine herausragenden Eigenschaften festgestellt (trinkbar); schmeckte jedenfalls besser als die gleichnamige griechische Ausgabe. Gesamtnote 6,25 (ausreichend +)
- Fürstenquell Export Hell
Kritik wurde zunächst am miserablen Schaum geübt. Obwohl das Bier ziemlich farblos war, wurde ihm ein Geschmack von Kinderpisse nachgesagt. Gesamtnote 3,23 (mangelhaft +)
- Kiesel Urhell
Kein Meilenstein der Biergeschichte, aber mit gutem Schaum und mildem Geschmack eine akzeptable Begleitung für einen feuchtfröhlichen Abend. Gesamtnote 5,75 (ausreichend +)
- Alt Münchener Dunkelgold Premium Export
Fosters-Farbe und ein schönes (durstmachendes) Etikett konnten über den besch.. (eidenen) Geschmack von kastriertem Rauchbier nicht hinwegtäuschen. Auch der Geruch fand wenig Anklang; angesichts der Kommentare fiel die Bewertung recht gnädig aus: Gesamtnote 5,75 (ausreichend +)
- Hubertus Bock
Obwohl sich nicht viele Bockbierfreunde zusammengetan hatten, dieses aus dem Hause Hacker-Pschorr mit viel Schaum und 6,8 Umdrehungen kam mit einer Gesamtnote von 5,75 (ausreichend +) noch ganz gut weg.
- Löwenbräu Heller Bock
Der muffige Geschmack nach Spülwasser mit Bockambiente lässt vermuten, daß Aspirin beim Brauen schon beigemengt wurde (wäre auf jeden Fall nötig). Gesamtnote 5,00 (ausreichend)
- Salvator
Salvator von Paulanerbräu überzeugte nicht nur mit Farbe, Schaum, Geruch und seinem süffigen Geschmack, sogar das Etikett wurde positiv erwähnt. Gesamtnote: 9,25 (befriedigend +)
- Löwenbräu Triumphator dunkel
Mit 7,7 Umdrehungen der alkoholische Spitzenreiter in dieser Runde. Deswegen wurde zunächst das positive Preis-Dröhnungsverhältnis erwähnt. Geschmacklich wurde das stark schäumende Getränk ebenfalls gelobt. Gesamtnote: 10,75 (gut)
- Schwarze Weisse
Kommentare wie Yuppie-Bier bezogen sich wohl nur auf das Etikett. Der Geschmack wurde trotz wenig Kohlensäure als erträglich empfunden. Gesamtnote 8,75 (befriedigend +)
- Paulaner Hefe-Weissbier naturtrüb
Durch die Hefe ist dieses Bier tatsächlich trüb! Der Geschmack wurde als fruchtig empfunden; die Kommentare waren überaus positiv. Gesamtnote 10,00 (gut)
- Löwen Weisse Hefe Weissbier
Dieses Chemie-Konzentrat mit Übermaß an Kohlensäure setzte nach Paulaner dann Kontraste. Dies konnte sogar die erbittertsten Weizenfans erschüttern. Gesamtnote: 3,00 (mangelhaft +)
- Löwen Weisse Klares Weizenbier
Das klare Pendant erwies sich dann tatsächlich als noch schlechter: Plörre und Spüli wurden als schmeichelhafte Attribute für dieses Gesöff gesetzt. Gesamtnote: 1,33 (mangelhaft -)
- Paulaner Dunkles Hefe-Weissbier
Bei dem dunklen Paulaner gingen die Meinungen schliesslich auseinander: während ein Teilnehmer hier den Testsieger vermutete, vergab ein anderer die Note mangelhaft wegen fehlendem Aroma. Deswegen Gesamtnote: 9,00 (befriedigend +)